Stiftung IHF Institut für Herzinfarktforschung

Aufklärung

Jede Minute zählt - Das müssen die Patienten verinnerlichen!

Der Herzinfarktpatient ist häufig ein verdrängender Patient – und das ist ein Problem. Tritt der Infarkt beispielsweise nachts auf, so wird mit dem Anruf beim Notarzt oft bis zum nächsten Morgen gewartet. Der Patient hofft, dass die Schmerzen nachlassen und möchte keinen Arzt stören.

Dabei ist es für die Prognose entscheidend, dass eine Therapie so früh wie möglich beginnt. Eine Prähospitalzeit – die Zeit zwischen Schmerzbeginn und Klinikankunft des Patienten – von unter 60 Minuten ist anzustreben. Man spricht auch von der „goldenen ersten Stunde“, weil in dieser Stunde durch eine Wiedereröffnung des verschlossenen Gefäßes sehr viel Herzmuskel gerettet werden kann.

Je schneller, desto besser!

Prähospitalzeit (PHZ) nach akutem MyokardinfarktDaten des Instituts für Herzinfarktforschung belegen, dass sich die Prähospitalzeit (PHZ) in Deutschland in der vergangenen Dekade leider verlängert hat. Der Anteil der Patienten, die in der goldenen ersten Stunde das Klinikum erreichen, stagniert.

Nach Analyse der Daten von 35.000 ST-Hebungsinfarkten des MITRAplus-Registers sind dies vor allem ältere Patienten, Frauen, Diabetiker und eben Patienten, die ihren Infarkt während der Nacht erleiden. Tagsüber dauert es im Mittel 150 Minuten, bis ein Patient die Klinik erreicht; nachts dagegen sind es 225 Minuten.

Gezielte Aufklärung hilft nachweislich

Prähospitalzeit (PHZ) nach akutem Myokardinfarkt: Vergleich Ludwigshafen-DeutschlandDas Institut für Herzinfarktforschung unterstützt seit Jahren eine auf diesen Erkenntnissen basierende Bevölkerungsaufklärung im Raum Ludwigshafen. Ärzte des Herzzentrums sind aktiv in Volkshochschulen, Vereinen, Firmen und bei der Zusammenarbeit mit der Lokalpresse. Der Erfolg dieser intensiven Arbeit misst sich in einer Prähospitalzeit von 150 Minuten und zwar als Mittelwert unabhängig von Tag und Nacht im Raum Ludwigshafen, im Gegensatz zu 180 Minuten im restlichen Bundesgebiet

Die Verbesserung dieser Zahlen ist auch überregional ein Ziel. So ist die Aufklärung über die Bedeutung der „goldenen ersten Stunde“ ein Schwerpunkt der Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung.

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